Ausbildertagung des RSV Neuenwalde

 

Am 21. März 2010 fand die vom Reitsportverein Neuenwalde e.V. veranstaltete Ausbilderfortbildung zum Thema "Winter-Cavaletti-Arbeit" für Dressur und Springpferde in Elmlohe. Es fanden sich 18 Teilnehmer, aus den verschiedensten Vereinen, auf dem Gestüt auf dem Mühlenberge um halb 10 Uhr morgens ein. Familie Strecker stellte für das Tagesseminar freundlicherweise ihre Halle zur Verfügung und bereitete ein sehr leckeres Mittagessen vor.

 

Pünktlich um 10 Uhr begann Dr. Christan Stampehl, der Referent des Seminars, mit dem theoretischen Teil im Reiterstübchen des Gestütes. Angefangen wurde mit dem Muskelaufbau und Skeletts des Pferdes. Stampehl erklärte, wie wichtig es sei, zu wissen welche Auswirkungen das Reiten auf die Muskeln und die Knochen des Pferdes hat und vor allem wie man durch die Arbeit mit der Bodenrickarbeit die Skala der Ausbildung des Pferdes unterstützt. Dabei erklärte er auch genau den Sinn und Zweck wie z. B die Verbesserung der Losgelassenheit und die Muskelschulung. Ein wichtiges Thema war weiterhin der Leichte Sitz. Für den korrekten Leichten Sitz sind genaue Hilfengebung, Balance, Losgelassenheit, das Eingehen in die Bewegung und die richtige Einwirkung wichtige Kriterien. Durch Folien auf dem Overhead-Projektor machte Dr. Stampehl sehr verständlich und anschaulich. Stampehl baute das Seminar und die Themen auf einander auf und es folgte als letztes das Thema des richtigen Aufbaus eines Parcours oder die Abstände der Stangen für die Cavalettiarbeit und welche Muskeln wo trainiert werden. Er zeigte verschiedene Arten für den Parcouraufbau und wie vielfältig man diesen gestalten kann, um auch Abwechslung im Unterricht zu erreichen.

 

 

Nach dem theoretischen Teil wurde dann der Parcours für den praktischen Teil in der Halle aufgebaut und alle Teilnehmer konnten sich einbringen und die Stangen mit den Richtigen Abständen an die richtige Stelle legen. Der Parcours hatte an den beiden langen Seiten einmal eine Reihe mit drei Stangen in Trab abständen und auf der entgegen gesetzten Seite eine Reihe mit zwei Stangen einem Zwischenschritt und dann wieder zwei Stangen. Jeweils in der Mitte der zwei Zirkel lag eine einzelne Stange und an den beiden kurzen Seiten lag jeweils ein Bogen von drei Stangen, mit Innen Schrittabstand und außer Trababstand. Der Parcours war sehr Abwechslungsreich und Durchdacht. Nach der Mittagspause war dann die erste Abteilung mit der Cavalettiarbeit dran. Die Gruppe bestand aus drei Reiterinnen .Sie wurden beim Lösen jeweils von zwei der teilnehmenden Trainern betreut und korrigiert. Dr. Stampehl korrigierte die Reiterinnen mit und konzentrierte sich auf die jeweiligen Stärken und Schwächen. Man sah die Verbesserungen der Pferde und Reiter deutlich indem auch die Pferde zunehmend ruhiger und losgelassener wurden. In der zweiten Gruppe ritten vier Reiterinnen. Bei dieser Gruppe war der Ablauf derselbe mit einer leichten Steigerung und auch hier sah man die deutliche Verbesserung. Die Teilnehmer gaben unter Aufsicht von Stampehl die Anweisungen und führten ihre "Schützlinge" sicher durch den Parcours. Am Ende der jeweiligen Abteilungen hatten Pferd sowie auch Reiter ein Erfolgserlebnis. Die dritte Abteilung bestand aus drei Pferden und zwei Ponys. Zuerst sprangen die Pferde, Stück für Stück oder eher Sprung für Sprung wurde der Parcours vervollständigt und alle Pferde sprangen am Ende trittsicher und fehlerfrei über die Sprünge und auch die Ponys sprangen sehr entspannt und sicher. Bedankt wird sich nun noch einmal für die Reiterliche Beteiligung, für die zur Verfügung gestellte Halle und die sehr gute und interessante wie auch informative Seminarleitung.

 

Und es wird sich auf den nächsten Winter gefreut, auf ein neues Tagesseminar veranstaltet vom Reitsportverein Neuenwalde e.V. und einer ebenso regen Beteiligung.

 

Text: Janina Borchers

Fotos: Bianca Schneider